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Landeshauptmann informiert Bundespräsident über Autonomieverhandlungen
Landeshauptmann Arno Kompatscher berichtet österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen über Stand der Autonomieverhandlungen
WIEN (LPA). Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat Landeshauptmann Arno Kompatscher zu einem Gespräch in der Wiener Hofburg empfangen. Im Mittelpunkt des Treffens standen aktuelle politische Entwicklungen in Südtirol sowie die fortlaufenden Verhandlungen zur Autonomiereform mit der italienischen Regierung in Rom.
Landeshauptmann Kompatscher berichtete dem Bundespräsidenten über den aktuellen Stand der Gespräche zur Autonomiereform. Dabei erläuterte er die Fortschritte und Herausforderungen, die die Verhandlungen begleiten.
"Die Autonomie ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Selbstverständnisses und ein Erfolgsmodell für das Zusammenleben von verschiedenen Sprachgruppen und Kulturen. Es ist entscheidend, dass wir in den Verhandlungen mit Rom eine Lösung erreichen, die langfristige Stabilität für alle schafft", sagte Kompatscher. Van der Bellen zeigte sich optimistisch, dass die Verhandlungen dank der Zusage im Rahmen der Regierungserklärung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in eine konstruktive Richtung gehen werden.
Ein weiteres Thema, das im Gespräch behandelt wurde, war das geplante Minderheitenzentrum in Bozen. Kompatscher stellte die Fortschritte in der Planung und die Bedeutung dieses Projekts dar, das nicht nur die kulturelle Vielfalt Südtirols stärken soll, sondern auch als Symbol für den Dialog zwischen den verschiedenen ethnischen und sprachlichen Gruppen der Region dient.
Mit regelmäßigen Appellen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene für eine stetige Weiterentwicklung von Minderheitenrechte und Minderheitenpolitik gilt Bundespräsident Van der Bellen als ein wichtiger Impulsgeber für das Zentrum. "Das geplante Zentrum für Minderheitenschutz und Autonomie kann in dieser Hinsicht eine Bereicherung für die Internationale Gemeinschaft sein und gibt Südtirol die Möglichkeit, etwas zurückzugeben", betonte Kompatscher.
Abschließend wurden auch allgemeine europäische Themen besprochen, insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage. Beide Gesprächspartner unterstrichen die Notwendigkeit einer starken Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union, um den aktuellen Herausforderungen auf globaler Ebene zu begegnen.
pio