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Südtirol trauert um Roland Riz

Mit seinem "Sinn für das Machbare" habe Roland Riz wesentlich an der Gestaltung der Autonomie mitgewirkt, umschreibt Landeshauptmann Kompatscher das Lebenswerk von Riz, der heute verstorben ist.

BOZEN (LPA). Am 12. Jänner 2026 ist im Alter von 98 Jahren der langjährige Senator, Rechtsanwalt, Rechtsprofessor und Autonomievater Roland Riz verstorben. Riz sei "einer der wichtigsten Mitgestalter der Südtirol-Autonomie gewesen, der mutig und klug für Südtirol und seine Anliegen gekämpft hat. Durch seine außerordentliche Fachkompetenz genoss Roland Riz auch über Südtirol hinaus, in Rom und international, großes Ansehen. Vor allem sein Sinn für das Machbare machte Riz zu einem prägenden Gestalter unserer Autonomie", hebt Landeshauptmann Arno Kompatscher würdigend hervor. Kompatscher sprach der Familie von Roland Riz im Namen der gesamten Landesregierung und der Bevölkerung Südtirols sein aufrichtiges Beileid aus.

Roland Riz wurde am 12. Mai 1927 in Bozen geboren, war seit den 1950er Jahren als Rechtsanwalt tätig und lehrte an mehreren Universitäten, unter anderem über 30 Jahre lang Italienisches Verfassungsrecht und Autonomierecht an der Universität Innsbruck. Abgesehen davon, war Riz über viele Jahre politisch aktiv: ab 1957 bekleidete er das Amt des Vizebürgermeisters in Bozen, 1958 bis 1963 und dann 1968 bis 1987 war er Mitglied der Abgeordnetenkammer in Rom, von 1987 bis 1996 setzte sich Roland Riz als Senator für die Belange Südtirols ein.

Im Filmportrait "Unter Bäumen", das seine Tochter Veronika im Jahr 2023 gestaltet hat, sagte Riz über sein politisches Engagement: "Politik betreiben heißt, die Realität mit klaren Augen anschauen. Für die Autonomie mussten wir streiten – für die Autonomie müssen wir auch heute noch streiten, vergesst das nie!" Riz war davon überzeugt, dass der Weg der Autonomie der richtige gewesen sei: "30 Jahre Autonomiekampf – das war eine lange Zeit. Aber wir haben eine Autonomie aufgebaut, die sich sehen lassen kann. Die Menschen merken es nicht, aber ich merke es: weil ich sehe, wie es sich entwickelt hat. Wir haben alle gerungen, damit die Situation besser wird. Ich kann mir nicht erlauben, enttäuscht zu sein. Der Weg, den wir gewählt haben, war richtig – davon bin ich auch heute noch, als alter Mann, überzeugt."

ck

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