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Wohnbauaufsicht hat Kontrollen fast verdoppelt

837 Kontrollen zur Nutzung konventionierter oder geförderter Wohnungen durchgeführt

BOZEN (LPA). Mehr Personal und eine neue Strategie haben dazu geführt, dass die Agentur für Wohnbauaufsicht (AWA) im Jahr 2025 deutlich mehr Kontrollen durchführen und Verstöße ahnden konnte als im Jahr zuvor. Zufrieden mit den jüngst erhobenen Daten zeigt sich Wohn-Landesrätin Ulli Mair, die jedoch auch darauf hinweist, dass Prävention ebenso wichtig sei wie Kontrollen. 

"Mit mehr Personal und gezielten Kontrollen sorgen wir für Fairness und die Einhaltung der Regeln. Das schützt jene, die auf leistbaren Wohnraum angewiesen sind", bewertet Landesrätin Mair die Tätigkeit der Agentur, die die Einhaltung der Vorschriften über den geförderten und konventionierten Wohnbau überprüft. Im Zuge der Wohnreform, die 2025 verabschiedet wurde, hatte Mair eine Intensivierung der Kontrollen angekündigt und die Strafen bei Verstößen gegen die Auflagen wurden erhöht, insbesondere was die touristische Nutzung konventionierter Wohnungen angeht. 

Kontrollen haben sich fast verdoppelt

Elisa Guerra, die Direktorin der AWA, erklärt, dass im Jahr 2025 insgesamt 837 Kontrollen durchgeführt worden seien, bei denen 119 Verstöße festgestellt worden seien. "Im Jahr 2024 lag die Anzahl der Kontrollen noch bei 482 mit 47 bestätigten Verstößen", berichtet Guerra. Die Direktorin führt den Anstieg - er beläuft sich auf knapp 74 Prozent - auf die personelle Verstärkung in der AWA zurück, die von Landesrätin Mair in die Wege geleitet wurde. 4 zusätzliche Angestellte haben ihren Dienst bereits angetreten, weiteres Personal soll noch hinzukommen.

Doch auch die neue Kontrollstrategie der AWA habe dazu beigetragen, mehr Personen ausfindig zu machen, die gegen die aktuell geltenden Bestimmungen im geförderten oder konventionierten Wohnbau verstoßen haben. "Auf meinen Vorschlag hin hat der Lenkungs- und Koordinierungsbeirat der neuen Strategie, die gezielte Kontrollen von Immobilien vorsieht, die ein erhöhtes Missbrauchsrisiko aufweisen, zugestimmt", erklärt Guerra. 

Die von der AWA festgestellten Verstöße betreffen in erster Linie die Bindung (Wohnen für Ansässige), denen konventionierte Wohnungen unterliegen, aber auch die Sozialbindung, die für Immobilien gilt, die mit Landesbeiträgen für Kauf, Bau oder Sanierung gefördert wurden. Die verhängten Sanktionen belaufen sich auf insgesamt rund 640.000 Euro. 

Touristische Nutzung geförderter Wohnungen


Besonders gravierend seien 22 Verstöße, bei denen konventionierte oder geförderte Wohnungen touristisch genutzt oder von Personen ohne gesetzliche Voraussetzungen bewohnt wurden. Allein diese Fälle führten zu Strafen von insgesamt über 240.000 Euro.

"Für 2026 ist eine weitere Erhöhung der Kontrolltätigkeit geplant. Zum einen wird der Ausbau des Stellenplans voll zum Tragen kommen, zum anderen soll durch die Zusammenarbeit mit externen Subjekten die Kontrolltätigkeit zusätzlich gestärkt werden", kündigt Landesrätin Mair an. Ein weiterer wichtiger Schritt sei das im Juli 2025 geschlossene Abkommen mit der Finanzpolizei (das LPA hat berichtet), das unter anderem den Zugang zu Datenbanken sowie Lokalaugenscheine vor Ort ermöglicht habe. Zudem sei die Kontrolle der nicht erlaubten Vermietung konventionierter Wohnungen zu touristischen oder gewerblichen Zwecken durch das Abkommen erleichtert worden. 

"Die AWA leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Wohnraum für die ansässige Bevölkerung. Durch eine strategische Neuausrichtung, zusätzliche personelle Ressourcen, die Zusammenarbeit mit der Finanzpolizei sowie deutlich verschärfte Sanktionen konnte im Jahr 2025 bereits eine deutliche Steigerung der geahndeten Verstöße erzielt werden. Unser klares Ziel ist es, diesen Kurs konsequent fortzusetzen und weiter auszubauen", betont Mair.

Parallel zu den Kontrollen setzt das Land Südtirol jedoch auch auf Prävention: Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeinden erhalten in der AWA Beratung und Informationen. Digitale Broschüren stehen auf der Webseite bereit; zudem nimmt die Agentur regelmäßig an Veranstaltungen wie etwa der Wohnbaumesse teil. Im Jahr 2025 wurden 304 Beratungsanfragen bearbeitet. 

pir

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