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Umgebaute Cantore-Kaserne offiziell eröffnet
Sanierte Cantore-Kaserne kann in drei neuen Wohngebäuden während Olympia bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten aufnehmen – Der Bau entspreche gleich mehreren Bedürfnissen, sagt Kompatscher.
INNICHEN (LPA). Nach mehr als drei Jahren Bauzeit wurden am 12. Januar die neuen Räumlichkeiten in der Cantore-Kaserne in Innichen offiziell eröffnet. Das Infrastrukturvorhaben, das vom Land initiiert und umgesetzt wurde, umfasste die Sanierung der bestehenden Anlage und den Bau von drei neuen Wohngebäuden.
Bei der Eröffnungsfeier waren neben Landeshauptmann Arno Kompatscher und Hochbau- und Vermögenslandesrat Christian Bianchi auch die Staatssekretärin im Verteidigungsministerium, Senatorin Isabella Rauti, der Generalsekretär des Verteidigungsministeriums, Ministerialrat Fabio Mattei, der Generalstabschef des Heeres, General C.A. Carmine Masiello, der Generaldirektor der Abteilung Bauwesen und Liegenschaften des Verteidigungsministeriums (Geniodife), Generalinspektor Mario Sciandra sowie der Regionaldirektor der Agentur für Staatsgüter, Marcello Bosica, mit dabei.
"Der Bau, den wir heute eröffnen, ist weit mehr als nur eine Struktur, er entspricht mehreren Bedürfnissen, und zwar nicht nur jenen der öffentlichen Verwaltungen wie Land, Verteidigung, staatliches Vermögen, sondern vor allem jenen der Gemeinschaft, also der Menschen", betonte Landeshauptmann Kompatscher. "Ob die Menschen aus diesem Gebiet stammen oder nicht, ob sie Militärangehörige sind oder nicht: Sie alle sind Teil eines größeren Raums, der sich auf das Land und Europa erstreckt. Gerade heute spüren wir mehr denn je die Notwendigkeit, die Werte von Demokratie und Freiheit zu verteidigen, auf denen unsere Gesellschaft gegründet ist", erklärte Kompatscher. Um diese Werte zu verteidigen, müsse man sich bestmöglich ausrüsten in der Hoffnung, dass Worte und Überzeugungskraft stets stärker bleiben als jede Form der Auseinandersetzung, sagte der Landeshauptmann.
"Heute sehen wir ganz konkret, wie entscheidend die Arbeit der Landesabteilung Hochbau und technischer Dienst ist, um die Vereinbarungen zwischen Staat und Land wirksam umzusetzen", zeigte sich Landesrat Bianchi zufrieden. "Durch die gemeinsame Planung mit dem Staat können wir Räumen, die jahrzehntelang ungenutzt waren, wieder Wert und öffentliche Funktionen geben und neue Entwicklungsperspektiven für das Gebiet schaffen", sagte Bianchi.
Das Projekt ist Teil des dritten Militärabkommens, im Rahmen dessen das Land Südtirol drei neue Liegenschaften übernommen hat. Im Gegenzug verpflichtete sich das Land zum Bau von drei Wohngebäuden für Freiwillige sowie zur Sanierung von drei bestehenden Gebäuden und des Kommandogebäudes.
Im nun erneuerten Zustand wird die Cantore-Kaserne auch bei den Olympischen Spielen eine strategische Rolle spielen und als wichtiger logistischer Stützpunkt dienen. Während der Spiele kann sie rund 500 Soldaten aufnehmen und damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit und Organisation leisten.
Die Bauarbeiten unter der Koordination der Firmen Carron Bau aus Vahrn und Burgmann aus Innichen, dauerten vom Juli 2021 bis Dezember 2024. Mit einer Gesamtinvestition von mehr als 24,8 Millionen Euro wurden die Sanitäranlagen vollständig erneuert, die Räume für Bildung und das Kino saniert sowie Wohnbereiche mit Gemeinschaftsbädern geschaffen. Zudem wurden beschädigte Putzflächen instandgesetzt, Innenräume neu gestrichen, Anlagen gewartet und modernisiert, Fenster teilweise ersetzt und der Anschluss an die Fernwärme hergestellt.
Zum Projekt gehörten es außerdem die äußere Infrastrukturnetze zu warten und zu erneuern, Gehwege rund um die Gebäude zu bauen, Parkplätze anzulegen sowie die Grünflächen mit neuen Pflanzen zu gestalten.
ee/san

