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Haushalt: 8,9 Millionen Euro für Natur, Landschaft und Raumentwicklung

Schwerpunkte bilden die Sanierung und Entwicklung der Besucherzentren, die Biotope und die Landschaftspflege

BOZEN (LPA). Im Haushalt 2026 des Landes Südtirol sind für das Ressort für Umwelt-, Natur- und Klimaschutz, Raumentwicklung, Energie und Sport insgesamt rund 100 Millionen Euro an Mitteln vorgesehen. 65,5 Millionen Euro davon stehen dem Bereich Umwelt und Energie zur Verfügung (LPA hat berichtet). Dem Bereich Natur, Landschaft und Raumentwicklung sind rund 8,9 Millionen Euro an Mitteln zugewiesen. Auch in diesem Bereich setzt das Land gezielte Schwerpunkte.

Investitionen in Besucherzentren

So stellt das Land Südtirol Haushaltsmittel für die Besucherzentren bereit. „Dabei handelt es sich um wichtige Informationsstrukturen, die die Besonderheiten und Ziele der Schutzgebiete und den respektvollen Umgang mit der Natur einer breiten Öffentlichkeit vermitteln“, unterstreicht der Landesrat für Natur, Landschaft und Raumentwicklung Peter Brunner.

850.000 Euro jährlich fließen in die Sanierung der Besucherzentren im Nationalpark Stilfserjoch und ihrer Ausstellungsbereiche - naturatrafoi in Trafoi, aquaprad in Prad am Stilfserjoch, avimundus in Schlanders, culturamartell in Martell und die Lahnersäge in Ulten – sowie in die Sanierung der Aufsichtsstellen des Parks. „Damit investieren wir nicht nur in Besucherinformation und Umweltbildung, sondern stärken auch die Ortschaften des Nationalparks und den nachhaltigen Tourismus“, betont Landesrat Brunner.

260.000 Euro jährlich fließen in die strategische Entwicklung des UNESCO-Besucherzentrums Geoparc Bletterbach. Der Geoparc Bletterbach befindet sich seit 2025 in der Phase einer strategischen Neuausrichtung: Geplant sind eine Erweiterung des Besucherzentrums mit ganzjährigem Betrieb, neue wissenschaftliche Projekte und internationale Kooperationen.

Mittel für Biotope und Landschaftspflege

Für 2026 ist der Ankauf von weiteren Biotopflächen geplant. "Das garantiert den Schutz dieser Gebiete langfristig und erleichtert die Bewirtschaftung der Flächen im Sinne des Naturschutzes", erklärt Brunner. 2026 werden zudem weitere Projekte zur Verbesserung der Landschaftspflege in den Naturparks durchgeführt.

Rund 4 Millionen Euro werden 2026 in Form von Landschaftspflegebeiträgen für die Erhaltung und Aufwertung traditioneller Elemente der Kulturlandschaft wie Schindeldächer, traditionelle Holzzäune und Trockenmauern sowie in Form von Förderungen aus dem Landschaftspflegefonds ausgezahlt. Letztere zielen auf Initiativen, die die Vielfalt von Landschaft und Natur langfristig erhalten, sowie auf die Pflege schutzwürdiger Ensembles.

LPA/mpi